Tierheilpraxis Astrid Haupt 0173 / 577 26 53 Sommerekzem – eine der häufigsten Hautkrankheiten     Ist begleitet von extremen Juckreiz, den Pferden bleibt nichts anderes übrig als sich an allem zu scheuern was Ihnen vor die Nase kommt.   Was ist das Sommerekzem? Das so genannte Sommerekzem bei Pferden ist eine allergische, immer wiederkehrende Hauterkrankung auf den Speichel einer bestimmten Mückenart. (Culicoides sp.)Im Grunde werden alle Pferderassen von dieser Mückenart gestochen, aber wie auch bei anderen Allergien tritt sie nicht bei jedem Pferd auf. Betroffen können also eigentlich alle Rassen, egal ob Shetty oder Kaltblut, Mix oder Edelrasse, sein. Doch es wurden in den letzten Jahren einige Rassen vermehrt beobachtet. (Norweger, Haflinger, Welsh, Isländer) Die Hauptzeit des Ekzems ist von März bis in den Oktober hinein, je nach Witterung, in dieser Zeit sind die Insekten besonders aktiv.   Haltung eines Ekzemers:                Natürlich sollte jeder Besitzer eines Ekzemers die für sein Pferd beste Entscheidung treffen, ich habe meinen Ekzemer (eine Haflingerstute) in ihrer Herde auf der Weide gelassen, sie bekam in der Mückenzeit eine Ekzemerdecke und wurde naturheilkundlich behandelt. Für 2 Wochen musste sie in den Stall und war getrennt von ihrer Herde, für sie war ihre „Pferdewelt“ durcheinander und sie fühlte sich nicht wohl. Meist sind Ekzemer sehr leichtfuttrig und man sollte aufpassen das sie nur auf mageren Weiden stehen oder Paddockhaltung, auch sind Weiden in der Nähe von Gewässern nicht unbedingt geeignet, da dort die Insekten stärker anzutreffen sind. Wer die Möglichkeit hat kann seinen Ekzemer in den Morgen- und Abendstunden (Hauptflugzeit der Mücken) auch einstallen und danach wieder hinaus lassen, jedoch haben nicht alle diese Möglichkeit.   Ekzemerdecken sind nun wirklich nichts fürs Auge… aber man sollte an das Wohl des Pferdes denken, auch sollte man nicht unbedingt die preiswerteste Decke kaufen, ein paar mal toben und wälzen und schon hat sie ein Loch und wenn man es nicht mehr flicken kann, dann ist schnell eine zweite Decke im Jahr von Nöten.   Die Behandlung: Auch hier gibt es eine Fülle von Therapien schulmedizinisch wie auch naturheilkundlich, für jedes Pferd muss das passende gefunden werden, jedoch ist das Sommerekzem oft nicht heilbar sondern nur erträglicher für den Patienten zu machen. Meiner Stute habe ich für 8 Wochen eine bestimmte Bachblütenmischung gegeben, Abreibungen der betroffenen Stellen mit Brennesselsud (gegen den Juckreiz, und der Geruch hält die Mücken etwas fern) offene Stellen habe ich mit einer selbst hergestellten Ringelblumensalbe behandelt, und sie bekam über einen längeren Zeitraum homöopathische Mittel. Sie stand von April bis Oktober mit einer Ekzemerdecke auf der Weide, verschiedene Kräuter wie Brennessel, Spitzwegerich und einige andere habe ich zugefüttert. Im Handel sind aber auch spezielle Kräutermischungen für Ekzemer zu bekommen. Der Begriff Ekzemer hört sich immer sehr angsteinflößend und kostspielig an, aber wenn man die Krankheit frühzeitig erkennt kann ihr gut mit Hilfe der Natur geholfen werden! Für jeden Besitzer eines Ekzemers ist die oberste Devise - Nicht den Mut verlieren -